Galerie

für das Europahaus

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Im Frühjahr 1998 begann das Europahaus Burgenland einer Galerie zu gleichen. Dutzende Künstler folgten einem Hilferuf und spendeten Bilder für eine Verkaufsausstellung, die zahlreiche Besucher anlockte, und dem Europahaus neben den finanziellen Einnahmen eine beachtliche öffentliche Unterstützung bescherte. Es war eine der Maßnahmen, durch die in den letzten beiden Jahren besorgte und entschlossene Menschen und vife Partner des Europahauses versucht haben, gut zu machen, was durch eine destruktive Haltung der Burgenländischen Landesregierung beinahe zerstört wurde. Mit der Streichung der finanziellen Mittel wollte die Landesregierung ein Institut, das aus ihrer Sicht für nichts zu gebrauchen war, beseitigen.

Die Verlockung, Bildung weiterhin zu wagen, war aber stärker, als alle Befunde von Aussichtslosigkeit. Bestellt war das Ende des Europahauses, gekommen sind Lebensgeister, Unternehmungslust und Zuversicht; erweckt durch die verständnisvolle Zuneigung von Künstlern und Kunstliebhabern. Gerade das Verständnis der Künstler im Burgenland tut dem Europahaus gut, viele wissen Bescheid, brauchen keine langen Erklärungen. Die sich ständig entwickelnde Zusammenarbeit mit Künstlerinnen beeinflußt die Bildungsarbeit des Europahauses durch die Begegnung mit einer Form des Schaffens, die auf Freiheit verweist. Es ermuntert zum Erfinden von Fragen und Wegen in der politischen Bildung des Landes. Nichts ist bekömmlicher für die Bildung des Politischen, als die Straße der gefälligen Dienstleistungen vermeiden zu können.

Die Bildung und die Muße haben etwas gemeinsam. Sie sind nutzlos wie die Liebe und gefährden wie diese die Strukturen der Macht (Konrad Pfaff). Im pannonischen Meer ist manches, das die Macht gefährdet hat, untergegangen, insbesondere die Aufbrüche zur Freiheit und Demokratie. Nichts ist in diesem Europa wichtiger, als die Ermutigung zu einem Schaffen, das die Wirklichkeit fasst und die Utopie liebt.

Diese Ermutigung hat das Europahaus erfahren als das Ende gekommen schien – und so ist es neu geworden. Ein herzliches Danke den Künstlern und Kunstliebhabern. Ihre Werke erzählen von der Liebe zur Welt und von der Lust auf Freiheit. Zeichen einer Kultur des Lebens, eben Kunst.

Herzlichen Dank, Hans Göttel

Esel im Kosmopolitischen Garten

Die Ausstellung wird zugunsten des Kosmopolitischen Gartens veranstaltet und ist ein Kooperationsprojekt mit der werkstätte für kunst im leben

Bilder können im Europahaus erworben werden.

Europahaus Galerie

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